Archive für März 2008

Kurmäßige Schaffenspause

Am Donnerstag ist es soweit - ich fahre zur Kur!

Klingt irgendwie nach Jahrhundertwende (1900) das ‘zur Kur fahren’, nicht wahr? Ich hoffe, daß es so schlimm nicht werden wird und daß ich meinem Körper bzw. meinem Blutdruck damit etwas Gutes tue.
Meine Entscheidung, die Pinsel und Leinwände zu Hause zu lassen, habe ich gestern getroffen, denn ich will, für diese drei Wochen, komplett raus aus dem Alltäglichen und dazu gehört auch meine Malerei. Den Fotoapparat werde ich aber einpacken, denn wer weiß, was mir vor die Linse laufen wird. Vielleicht kann ich daraus ja wieder ein Gemälde schaffen.

Wenn ich so aus dem Fenster sehe und die strahlende Sonne auf meinen Gemüsegarten scheint, fällt mir ein, daß es kurbedingt wohl heuer etwas weniger Gemüse geben wird…für ein paar Salathäuptel, Karotten, Tomaten und Kürbisse wird die Zeit aber allemal reichen. Pfefferminze, Salbei, Erdbeeren, Himbeeren, Ribisel, Heidelbeeren und Brombeeren wachsen ohnedies von alleine und bevor ich fahre, werde ich noch eine Handvoll Ringelblumensamen über die Beete streuen…zum Herz- und Gemüterfreuen sozusagen. Ich lieb’s auch im Garten wild und nicht geschnigelt.

Bis ich den Wohltaten die da auf mich zukommen werden, frönen kann, vergehen noch ein paar Tage und daher geh ich jetzt die Waschmaschine füttern.

Charles Saatchi und meine Bilder

Seit gestern bin ich - nein, natürlich nicht ich in persona, sondern ein paar meiner Bilder - in der Saatchi Gallery präsent. Obgleich eine Online Galerie, ist sie dennoch die renommierteste. Charles Saatchi vertritt unter anderem auch Damien Hirst, den Kunst-Shooting-Star, dessen Werke zu den, zur Zeit, teuersten der Welt zählen.

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Weißhaarig mußte ich erst werden, um am Kunstmarkt Fuß zu fassen. Na ja, das ist aber selbst gewählt, denn bis 2005 war eben noch nicht ‘Selbstverwirklichung’ angesagt in meinem Leben.
Ich war einfach nicht mutig genug, um meine Söhne mit meiner Kunst allein durchzufüttern.
Hör’ ich da jetzt böse Stimmen? Vielleicht sogar so Unziemliches wie: da hätten sie verhungern müssen?
Genau das war der Grund, warum ich der Malerei über viele Jahre nur zu meinem Privatvergnügen frönte…..obgleich ich nunmehr sicher bin, daß wir alle miteinander nicht gedarbt hätten…


Ich fühle mich jung und voller Schaffenskraft und habe 1.000 Ideen, die auf die Leinwand gepinselt gehören - und genau das werde ich jetzt machen.

Ab in den Kuhstall - oops! in die Malwerkstatt natürlich!

Bilder, Lesung & Musik

Meine gestrige Vernissage und die Kulturveranstaltung allgemein betrachtet, war ein sehr schöner Erfolg!
Das vorausgehende Herumflippen und allen Familienangehörigen auf den Nerven herumtanzen, hat sich also gelohnt.

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Da nicht vorhersehbar war, wieviele Menschen überhaupt kommen werden, war die Wartezeit bis zum Beginn um 19h, eine kleine Zereißprobe für’s Gemüt.
Die Nerven wurden allerdings ruhiger als um ca. 18h50 das Foyer der Mehrzweckhalle sich bis zum letzten Platz füllte.

Ich hatte mir dieses natürlich gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und Organisatoren sehr gewünscht und vergaß dann angesichts des mehr als zahlreichen Publikums 3/4 der aus dem Stegreif vorbereiteten Ansprache, mit deren lautstarken Rezitationen ich meinem Sohn und meinem Mann so manche Nachmittagsstunde gehörig vergällt habe. Da ich die Rede-Kurve trotzdem, ohne nennenswerte Fehler, ganz gut hinbekommen habe, schien die ungewollte Kürze niemandem aufzufallen.

Nach dem offiziellen Teil kamen sehr lebhafte und interessante Gespräche zustande und man konnte wirklich sehen und hören, wie gut den Leuten diese gelungene Programm-Zusammenstellung - Lesung, Vernissage, Musik - gefallen hat.
Die vorbereiteten Getränke waren restlos ausverkauft - nein! nicht, weil MIR der Zweigelt so gut geschmeckt hat, sondern weil der besuchermäßige Faktor im Vorfeld absolut nicht berechenbar war.

Ich freue mich schon sehr auf die nächste Veranstaltung, die unsere neugegründete Kulturinitiative auf die Beine stellen wird!

Eierpecken & Schokoladehasen

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Bin im Osterstress - der Mann verlangt nach Streicheleinheiten, die Kinder wollen gefüttert, die Rede für die morgige Vernissage muß noch formuliert und ein paar letzte Pinselstriche auf zwei Bilder sollen noch gesetzt werden.

Deshalb Gif-mäßige frohe Ostern und ein lustiges Eierpecken und ein ordentliches Schlechtwerden nach genügend Schokoladeneier und Osterhasenkonsum wünscht Euch
Herta - die Eilige

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Beflügeltes pinseln

Heute war ein guter Tag! Ich habe drei Bilder endlich fertiggestellt und ein viertes begonnen und bin ganz schön stolz auf mich.
Keine Ahnung was mich so inspiriert hat - vermutlich die Musik von Bukovina Club
- ja, das wird’s gewesen sein…

Menschen, die ich kennengelernt habe

saltoftheearth.gif Salt of the Earth 1978 habe ich Clinton und Virginia Jencks kennenlernen dürfen, die einige Tage bei mir in Wien übernachtet haben. Clinton war ein amerikanischer Gewerkschaftsführer der sich selbst im legendären Film von Herbert Biberman ‘Salt of the Earth’ gespielt hat (als Frank Barnes).
aclockworko.gif A Clockwork Orange Während meiner Zeit in England war ich mehrmals Gast bei Stanley und Christiane Kubrick. Ein besonderes Ereignis für mich war, als ich zur Vor-vor-Premiere des Filmes ‘The Shining’ (Vorführung für die mitwirkenden Schauspieler und Mitarbeiter) in die Pinewood Studios von den Kubrick’s eingeladen wurde.
schuldderliebe.jpg Die Schuld der Liebe In diesem Film von Andreas Gruber habe ich mitgewirkt. Ich verkörperte eine Journalistin, in einer ‘tragenden’ Rolle. Ich trug ein Mikrophon…

Einkaufen, Stauballergie und Palmbuschen

Weil mir am Morgen nicht unbedingt nach malen war, habe ich beschlossen, unsere Nahrungsmittelvorräte aufzufüllen, damit ich der Heerschar von Verwandten zu Ostern, freßtechnisch gesehen, Parole bieten kann. food.gif

Von Burgkirchen ging’s zuerst nach Simbach und dann wieder zurück nach Braunau. Nach 3 Stunden Intensivshopping war der Kofferraum bzw. waren die Klappboxen in demselbigen gefüllt.

Die Sonne schien wunderbar, mir war so richtig nach noch-nicht-nach-Hause-fahren und deshalb beschloß ich, mir noch ein paar Häuser, die leerstanden, auf dem Heimweg anzusehen. Nach dieser Sightseeingtour trieb mich die Vernunft - na ja, es war wohl eher die Angst, daß das Fleisch turk5.gif und der Fisch im Kofferraum verderben könnte - schnurstracks nach Hause.

Mich traf beinahe der Schlag, denn mein Schlafzimmer war zwischenzeitlich zur Baustelle mutiert, da ein Handwerker beschlossen hatte, daß ein sonniger Samstag, ein ausgezeichneter Tag zum Mauer aufstemmen sei, als Vorbereitungsarbeit für die Energie AG, die nach dem Sturm entschieden hatte, daß bei uns die Strommasten abgetragen und Erdkabel verlegt werden.

Nach mehreren Hustenanfällen, dem Verstauen der Lebensmittel und der Unlust zu kochen, die mich plötzlich angesichts des Staubs übermannte, befand ich, daß Flucht der einzig gangbare Weg wäre, schwang mich auf’s Rad und ward nicht mehr gesehen….

Wie es der Zufall so wollte, war im Veranstaltungszentrum ein Osterbasar bei dem es neben Osterdekorationen auch noch Kaffee und Kuchen und Torten - ach, Torten gab es da…
Ich vernahm das leise Raunen der Himbeersahnetorte: ‘Nimm mich, nimm mich’ cakeslice.gif und schon war mein Helfersyndrom wieder zugange. Ich verhalf der Torte zu ihrem Platz in meinem Magen und damit ihr nicht zeitlang wurde, sorgte ich dafür, daß sie Gesellschaft von einem weiteren Stück cheesecake.gif bekam.

Schlechtes Gewissen? Nein! Warum denn? Am Mittwoch geh’ ich wieder turnen bear1 und dann passt’s scho’ wieder.

Nach Hause geradelt bin ich mit einem Palmbuschen bewaffnet und sah dem Staub 2-Tortenstücke gelassener entgegen.

Gedenktagsblues

Beim Blick aus dem Fenster fällt mir nur ‘12. März - mir graut’s vor dir’ ein.

Das grausliche Wetter passt ganz gut zu den Vorfällen, heute vor 70 Jahren, würde ich einmal salopp formulieren. Mit dem Unterschied, daß der 12. März 1938 ein, nicht nur wetterbedingter Jubeltag war, zumindest für viele - wie man aus den Archivfilmen weiß - und darunter für noch ‘vielere’, die noch immer behaupten ‘wir haben gar nicht anders können, wir mußten jubeln, sonst wären wir eingesperrt worden’.

Nun, ich habe mir gestern einen Ausschnitt aus einem Film, der anläßlich Hitler’s Einmarsch und Übernahme Österreichs, am 12. März 1938 gedreht worden ist, angesehen und kann nur sagen, die ‘gezwungenen Jubler’ wachelten sehr ungezwungen und enthusiastisch, leuchtenden Auges mit den Armen, speziell mit dem rechten. Diese ‘Begrüßung’ hatten viele, anscheinend sozusagen ‘über Nacht’ erlernt und man kann sich nur sehr schwer, bis überhaupt nicht vorstellen, was da erzwungen gewesen sein soll…..zumindest bei manchen (vielen?)…

Ich kann mich noch sehr gut an die Bemerkungen meiner Großmütter, meiner Eltern, Onkeln und Tanten erinnern, die gesagt haben: ein anständiger Mensch ist am 12. März 1938 nicht auf die Straße gegangen, zumindest nicht, um zu jubeln und dabei belasse ich es…

Ein Wenig zum Nachlesen und - denken: DÖW Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

Wer suchet, der findet!

Ich habe gefunden! Wo - darüber schweige ich jetzt.

Nach wochenlanger Pirsch und unzähligen, mehr, oder meistens weniger freundlich formulierten Verdächtigungen, habe ich meine Lieblings-Ohrringe wieder!

Ich brauche sie zum malen (Herta’s Art) - in vielen meiner Bilder, tragen die Damen eines dieser Ohrgehänge - beinahe könnte man das auch als ein Markenzeichen betrachten - und natürlich auch um mich zu schmücken.

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Allen Befürchtungen zum Trotz - ich leide also nicht an Alzheimer…noch nicht - lag’s wohl doch an der Schlamperei…

Filmfreaks unter sich

Ich wurde soquasi als Filmfreak geboren. Blödsinn und Spaß beiseite.

Meine, zu dem Zeitpunkt bereits verwitwete Oma, die eine leidenschaftliche Kinogeherin war und die mich im zarten Alter von kaum 4 Jahren das erste und gottseidank nicht das letzte Mal, mit ins Kino nahm, hat das Filminteresse bei mir geweckt.

Damals war es möglich, für das Kind, das man sich auf den Schoß setzte, keinen Eintritt zu bezahlen und besonders gut erinnere ich mich daran deshalb, weil ich von Oma immer ermahnt wurde, still zu sitzen, damit sie auch etwas vom Film hatte. Ich war ein sogenannter ‘Rutschipeter’, wie die gebräuchliche Bezeichnung lautete.

Da meine Oma nicht gerne allein ins Kino ging, durfte ich und später dann, meine Schwester und ich, sie in die Nachmittagsvorstellungen begleiten. Ein einmal gewecktes Interesse braucht ständig neue Nahrung, sagte sich die Oma und somit sahen wir alle damals gängigen Filme, denn bei diesen Vorstellungen wurde nicht auf das Alter der Besucher geachtet, was heutzutage undenkbar wäre.

Ich war also von diesem Kinobesuch-Standpunkt aus gesehen, durchaus als frühreif zu bezeichnen.