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Archive für November 2010
Betrachtungen einer Jury-Beobachterin
12.11.2010 von Herta.
Gestern war ich gemeinsam mit einem weiteren Mitglied der KulturSzene Burgkirchen beim Braunauer Fotoclub, um die 74 eingereichten Fotos für den Fotowettbewerb bewerten zu lassen.
Mein Erstaunen war groß, wie professionell bei der Bewertung vorgegangen wurde.
Zuerst mußten wir sämtliche Fotos reihum auf den U-förmig angelegten Tischen auflegen. Dann wurde jedes Foto mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Der Obmann des Fotoclubs, Hermann Sauerlachner, erteilte noch die Direktive an die Jurymitglieder, eine fototechnische Bewertung nicht zu machen, da es sich um Laienfotografie handelt.
Bewertet wurde, ob das Foto dem vorgegebenen Thema “MenschenBilder” entsprach und die Bildkomposition.
Es waren 18 Mitglieder des Fotoclubs anwesend, die alle eine Liste mit den Nummern bekamen. Sie betrachteten die Fotos eingehend und fällten dann schriftlich ihr Urteil.
Jedes Jurymitglied konnte maximal bis zu drei “sehr gut”, sprich 10 Punkte, und in weiterer Folge von 9 bis 4 (schlechteste Wertung) die Punkte so oft vergeben, wie sie wollten.
Ein jeder mußte die vollständige Liste mit jeweils 74 Bewertungen abgeben und diese wurden sofort in den Computer eingespeist und nach ca. 1 1/2 Stunden harter Arbeit standen dann die 15 besten Fotos fest.
Sehr gefreut hat es mich, daß mein heimlicher Favorit den ersten Platz bekam.
Da ich als Organisatorin des Wettbewerbs offiziell nicht teilgenommen, aber aus Neugier trotzdem 4 Fotos zur Bewertung abgegeben habe (die dann zum Schluß auf meinen Wunsch hin, wieder aus der Wertung genommen wurden), hat es mich wirklich sehr gefreut, daß eines meiner Fotos auf Platz 4 gelandet ist.

Stefan und ich blieben noch ein Weile, da die Fotoclubmitglieder uns einluden, sich noch Bilder von neuen Mitgliedern anzusehen und da hat es mir tatsächlich die Sprache verschlagen, was wir zu sehen bekamen und nach welchen Kriterien diese Fotos “zerpflückt” wurden.
Für mich waren es ausnahmslos Meisterfotografien und die Argumente des Obmanns bei der Betrachtung, erinnerten mich sehr an das, was ich selbst im Kunstunterricht während des Studiums gelernt habe.
Der Bildaufbau in der Fotografie unterscheidet sich kaum von der in der Malerei.
Absolut sehenswert wird die heurige Fotoausstellung im Rahmen der Burgkirchner Adventveranstaltung sein, denn es wurden wirklich einmalige Fotos eingereicht, die professionell bewertet wurden.
Nicht vergessen und diesen Termin vormerken: Samstag 11. Dezember um 14 Uhr im Foyer der Mehrzweckhalle Burgkirchen findet die Preisverleihung des Wettbewerbs statt.
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Vergiß nicht, dort ist die Tür…
1.11.2010 von Herta.
Man stirbt, wie man lebte;
das Sterben gehört zum Leben,
nicht zum Tod. (Ludwig Marcuse)
Vergiß nicht, dort ist die Tür… Dieses Theaterstück wurde von unserer örtlichen Theatergruppe bravourös seit 15. Oktober mehrmals aufgeführt und es war für mich wieder einmal schön, mit vielen anderen fleissigen Helfern, ein Wenig mitdabeisein zu können.
Das Stück wurde von einer Krankenschwester geschrieben, die ihren Arbeitsalltag verarbeitet hat.
Wia im richtig’n Leb’n halt.
Die Schauspieler machten dieses Stück zu etwas Besonderem, mit sehr intensiv und berührend dargestellten Charakteren.
Es ist schon erstaunlich zu beobachten, welche ungeahnten Fähigkeiten in manchen Mitbürgern stecken, wenn es jemand gibt, der diese zu wecken versteht.
Ich bin schon neugierig, auf die bühnenmäßige Überraschung, die im nächsten Jahr auf uns zukommen wird, denn das Theaterfieber ist ein brennendes und das Publikum läßt sich gerne entzünden.

Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt angehörten. (Seneca)
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